Deutsche Fonds – Fonds in Deutschland
Mo, Feb 25, 2008
“Fonds” sind im allgemeinen Vermögen zur gemeinschaftlichen Anlage. Diese Fonds können sowohl rechtlich und auch wirtschaftlich sehr unterschiedlich gestaltet sein. Man spricht je nach Fondsobjekt von geschlossenen oder offenen Fonds. Die Anteilanzahl ist bei einem offenen Fonds von Anfang an unbestimmt. Man nennt es auch das Open-end-Prinzip. Dabei gibt die Fondsgesellschaft immer neue Anteile nach Bedarf aus. Sie nimmt dann die ausgegebenen Anteile zurück. Allerdings hat die Fondsgesellschaft die Möglichleit, die Ausgabe von Fondsanteilen auch zeitweise zu beschränken, sie auszusetzen oder diese endgültig einzustellen.
Deutsche Fonds sind meist offene Fonds. Fast immer werden deutsche Fonds von Investmentgesellchaften angeboten. Diese Investmentgesellschaften, auch bekannt als Kapitalanlagegesellschaften, haben den Status von Kreditinstituten. Um dieses Geschäft zu betreiben, bedürfen sie einer Erlaubnis durch die zuständige Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und der Vertragsbedingungen.
Wenn Sie als Anleger Deutsche Fonds einer Investmentgesellschaft erwerben, werden Sie kein Mitgesellschafter der Kapitalanlagegesellschaft, sondern Ihre Einzahlungen werden einem Sondervermögen zugeführt. Dieses wird von der Kapitalanlagegesellschaft verwaltet. Das Sondervermögen (Deutsche Fonds) muss vom eigenen Vermögen der Gesellschaft getrennt werden. Es haftet nicht für die Schulden der Kapitalanlagegesellschaft.Beim Sparen von deutschen Fonds gibt es sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten. Die “Standart-Aktienfonds” sind zum Beispiel Anlagen in Aktien. Und meist in die, die wegen allgemein anerkannter Qualität als Standartwerte gelten. Man nennt sie auch Blue chips. Dort wird das Fondsvermögen breit gestreut, ohne Begrenzung auf bestimmten Branchen oder Bereiche.
Die “Speziellen Aktienfonds” dagegen konzentrieren sich auf bestimmte Ausschnitte des Aktienmarktes. Am beliebtesten bei den deutschen Fonds sind aber die “Standart-Rentenfonds“. Sie investieren in verzinslichen Wertpapieren mit unterschiedlichen Zinssätzen und Laufzeiten. Aber fast nur in solchen mit guter bis sehr guter Bonität des Emittenten.
Deutsche Fonds bzw. Investmentfonds werden üblicherweise nicht an der Börse gehandelt. Sie werden vom Anleger über die Kapitalanlagegesellschaft, die Depotbank gezeichnet und zurückgegeben. Es gibt aber auch Investmentfonds, deren Anteilscheine zusätzlich, teilweise ausschließlich an einer Börse notiert sind. Hierbei handelt es sich um Indexfonds und aktiv gemanagte Fonds ohne Ausgabeaufschlag.Dem gegenüber ist der Handel an der Börse mit Aktien von ausländischen Aktieninvestmentgesellschaften grundsätzlich möglich.
Da Fondsvermögen ist bei einer deutschen Investementgesellschaft nach dem Grundsatz der Risikomischung anzulegen. Dieses Gesetz sowie die Fonds-Vertragsbedingungen enthalten zudem spezifische Vorschriften über zulässige Anlagewerte und Anlagegrenzen. Diese sind zu beachten.


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