Die Aktie der Alitalia auf Berg- und Talfahrt
Di, Mrz 25, 2008
Die Lage um den angeschlagenen Fluganbieter aus Italien spitzt sich nicht nur politisch immer weiter zu.
Während die Regierung des Landes die Gewerkschaften unter Druck zu setzen versucht, macht sich die Aktie des Unternehmens auf eine Reise, deren Ziel niemand so genau kennt, wie der verlinkte Artikel aus der Finacial Times aufzeigt.
Schon längere Zeit bemüht sich der Arbeitsminister in Rom, die Gewerkschafter dazu zu bewegen, dass endlich die Zustimmung für den Verkauf der Gesellschaft gegeben wird.
Auf Arbeitnehmerseite jedoch fürchtet man die üblichen Streichungen von Arbeistplätzen, deshalb spricht man sich deutlich gegen einen Verkauf.
Arbeitsminister Damiano äußerte diese Woche, dass jeder weitere zähe Verhandlungstag der Fluglinie zusätzlichen Schaden in Höhe von einer Million Euro zuführe.
Der Kandidat für die Übernahme ist die Konkurrenz aus Frankreich, die Air France-KLM, deren Vorstandsvorsitzender inzwischen selbst mit den Gewerkschaften Gespräche führt.
Nach den Feiertagen haben heute die grassierenden Übernahme-Spekulationen bewirkt, dass die Alitalia-Papiere zwischenzeitlich aus dem Handel an der Börse genommen werden mussten, weil zeitweise ein Anstieg des Kurses von fast 70 % vermeldet wurde, als Gerüchte über eine Angebotskorrektur aus Frankreich laut wurden.
Die Tatsache, dass der italienische Staat selbst fast 50 % der Wertpapiere des Konzerns hält, birgt Sprengstoff angesichts der politischen Misere im Land zwischen Neuwahlen und Resignation.
Tags: Air France, Alitalia, Börse, Italien


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