Deutschland – eine Billiglohn-Nation im wirtschaftlichen Loch?
Fr, Apr 18, 2008
Erst auf den zweiten Blick wird der Zusammenhang zwischen dem Artikel in der Frankfurter Rundschau und der Börse bzw. der Wirtschaft allgemein: Wer sich schon immer gewundert hat, wo eigentlich die ganzen Arbeitsplätze in Deutschland auf einmal herkamen, die zur sinkenden Arbeitslosenzahl geführt hat., wird seine Skepsis nun bestätigt finden.
Fast ein Viertel aller Arbeitnehmer hierzulande sind Beschäftige im sogenannten Niedriglohn-Segment. „Deutschland goes America“ möchte man fast sagen, denn der ermittelte Wert liegt nur noch knapp unter dem USA-Level in diesem Bereich.
Wissenschaftler haben dies Werte in fünf Ländern Europas ermittelt und dabei noch eine bedenkliche Eigenart des deutschen Marktes erkannt. Besonders dramatisch ist die Tatsache, dass viele der 6,5 Millionen Jobs im Billiglohn-Bereich noch unter der Grenze von fünf Euro angesiedelt sind. Die Zahl wird auf zwei Millionen Stellen mit einer Bezahlung unter dieser erschreckend niedrigen Grenze beziffert. Mit der guten alten sozialen Marktwirtschaft haben solche Ausnutzungsmuster nicht mehr viel oder besser gar nichts mehr zu tun.
Die Konsequenz für die Wirtschaft des Landes ist offensichtlich.: Je mehr Arbeitnehmern die Chance auf einen beruflichen Aufstieg verwehrt wird, desto geringer der finanzielle Beitrag für die Gesellschaft insgesamt. So wundert es die Spezialisten nicht, dass immer mehr Bürger resignieren und die Hoffnung aufgeben.
Tags: Arbeitnehmer, Marktwirtschaft, Niedriglohn, USA, Wirtschaft


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1 Trackbacks - Deutschland – eine Billiglohn-Nation im wirtschaftlichen Loch?
April 20th, 2008 um 11:10 am
[...] jeder fünfte Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor beschäftigt ist bzw. für einen Billiglohn arbeitet. Innerhalb der letzten zwölf Jahre soll der Anteil Niedriglöhner um 43 Prozent [...]
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