Reformen der Erbschaftssteuer stoßen auf heftige Kritik
Di, Apr 22, 2008
Kaum sind die Länder-Miseren endlich zu den Akten gelegt, kommt es auf Bundesebene nun im Rahmen der geplanten Reformen der Erbschaftssteuer-Gesetze zu Protesten der Bürger im Lande. Hintergründe bietet die Wirtschaftswoche zu diesem Thema, das besonders in den südlichen Gefilden Deutschlands für reichlich Sprengstoff bereit hält.
Dabei waren Probleme fast absehbar, nachdem schon der Bundesrat mehr als 30 Punkte am umfassenden Entwurf der großen Koalition zu kritisieren wusste.
Anfang Mai sollen die letzten Fehler ausgemerzt sein und das Gesetz endlich in Kraft treten soll.
Nun kommt selbst aus den Reihen der CDU Unmut auf, das Gesetz könne vielleicht doch keine allzu gute Idee sein in der derzeitigen angespannten Phase im Lande.
Ein Grund hierfür liegt gewisslich darin, dass viele Unternehmer so ganz und gar nicht zufrieden sind mit dem Wunsch nach einer Neuregelung.
Nicht nur Privatpersonen fühlen sich durch das neue Gesetz vom Staat in die Tasche gegriffen, auch in Firmen in Familienbesitz drohen kostspielige Konsequenzen, die man sich auf Unternehmerseite nicht ohne weiteres gefallen lassen will.
Dass es vor allem im Süden zu Klagen über ein mögliches neues Gesetz kommt, erklärt sich durch die geographische Nähe zu den Nachbarländern Österreich und Schweiz, dort fallen keine derartig hohen Steuern an.
Risiken können zum einen Unternehmensabwanderung sein, aber auch zurückgehende Konkurrenzfähigkeit ist eine der Gefahren der Reform.
Tags: CDU, Erbschaftssteuer, Koalition, Reformen, Unternehmen


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