Europäische Zentralbank vor wiederholter Zinsdebatte
Fr, Mai 16, 2008
Das Ringen um die Zinsen kennt man im Moment eigentlich eher auf Ebene der US-Banken.
Nun geht das Drama als auch intern bei der EZB wieder von vorne los, wenn die derzeitigen Meldungen wie in der Süddeutschen nicht nur Gerüchte sind.
Der Chef der Zentralbank Jean-Claude Trichet steht auf dem scheinbar unerschütterlichen Standpunkt, dass auch die Finanzkrise kein Grund sei, die Zinsen zu senken.
Anderer Ansicht ist zum Beispiel der Vorsitzende der Bundesbank, Axel Weber, seines Zeichens ebenfalls in der EZB vertreten, der durchaus mit dem Gedanken an eine Senkung spielt.
In Zeiten, in denen die Preissteigerung in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens so präsent ist, dürfe eine Senkung des Leitzinses nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.
Vertreter einer Zinssenkung gibt es insbesondere in Frankreich, weil man sich von einem solchen Vorgehen ein positives Zeichen für die Binnenwirtschaft verspricht.
Weber unterstützt diesen Gedanken, auch er sieht die steigenden Auswirkungen der Inflation als einen guten Grund, um wenigstens über eine Senkung zu diskutieren.
Der EBZ-Leitzins wurde auch während der Finanzkrise unverändert bei einem Satz von vier Prozent gehalten.
Tags: Bundesbank, EZB, Frankreich, Leitzins, Trichet


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