Finanzspritze für Nordbank von Anteilseignern
Mi, Mai 21, 2008
Der eigentliche Plan war, dass die HSH Nordbank noch in diesem Jahr an die Börse gehen sollte.
Aber wie so manch anderes Unternehmen hat auch die viergrößte deutsche Landesbank den Schritt an die Börse erst mal auf Eis gelegt aufgrund der turbulenten Lage des Marktes.
Beteiligt sind an der Bank nach Darstellung von Reuters unter anderem die Stadt Hamburg mit 35% sowie das Land Schleswig-Holstein mit 20%, der Sparkassenverband 18% und als einziger Privatinvestor bei einer Landesbank überhaupt JC Flowers mit 27% des Unternehmens.
Intern hat man sich nun unter den Anteilseigner darauf geeinigt, zwei Milliarden Euro als neues Kapital ins Unternehmen fließen zu lassen.
Nötig hat die Bank das Geld in jedem Fall. Denn auch die HSH Nordbank hatte 2007 mit Wertberichtigungen zu kämpfen in Höhe von einer Milliarde Euro.
Die Folge: Der Nettogewinn stürzte ab. Nach Plan soll nun zunächst eine Umwandlung von stillen Einlagen in Eigenkapital mit einer Summe von 700 Millionen Euro stattfinden, zudem schießt JC Flowers 300 Millionen Euro in die Kassen der Bank.
Weitere 960 Millionen Euro sollen später per Pflichtwandelanleihe von den Eigner an die Bank fließen. Auch Vorzugsaktien seien geplant, die Sperrminorität will die Stadt Hamburg aber nicht aufgeben.
Tags: Eigenkapital, HSH Nordbank, JC Flowers, Landesbank, Pflichtwandelanleihe


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