Nur die Hälfte der deutschen Arbeitnehmer will bis zur Rente arbeiten
Di, Jun 3, 2008
Renten-Fakten befasst sich in einem Artikel mit der Thematik von Rente und Arbeit in Deutschland. Auslöser war eine aktuelle Umfrage, bei der deutsche Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen befragt wurden, wie lange sie sich selbst als arbeitenden Teil der Gesellschaft sehen.
Erstaunlicherweise war das Ergebnis nicht unbedingt wie erwartet. Das steigende Eintrittsalter für die Rentner scheint wenig Einfluss auf die Einstellung der Bürger zu haben.
Nur die Hälfte der heutigen Arbeitnehmer kann sich nach der Umfrage des Gute Arbeit-Index des DGB vorstellen, wirklich bis zum Renteneintritt auch durchzuarbeiten und in die Kassen einzuzahlen, mehr als 30 % der Deutschen geht davon aus, früher mit der aktiven Arbeit aufzuhören. Noch vor vier Jahren waren die Zahlen weniger hoch.
Im Jahr 2004 gingen fast 60% der Befragten davon aus, bis zur Rente auch selbst zum Sozialstaat beitragen zu können. Der Schritt von einem Viertel auf ein Drittel der Bundesbürger, die einen früheren Ausstieg aus dem Arbeitsleben für wahrscheinlich halten, wird sich im Ernstfall drastisch für die kommenden zu erwartenden Korrekturen des Renteneintrittsalters auswirken.
Wie die Arbeitnehmer die Zeitspanne bis zur Rente überbrücken wollen, beantwortet die Studie leider nicht. Die Zahlen der privaten Vorsorge geben kaum Grund zu der Vermutung, dass die Arbeitnehmer durchweg optimal abgesichert sind.
Tags: Arbeitnehmer, DGB, Gesellschaft, Rente, Renteneintritt, Studie


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