Hedge-Fonds auch weiterhin nicht reglementiert
Mo, Jun 9, 2008
Die Kritiker der so genannten Hedde-Fonds werden den Artikel in der Financial Times kaum mit großer Freude wahrgenommen haben.
Immer wieder wurden in der Vergangenheit Forderungen laut, dass die umstrittenen Fonds nicht ausschließlich einer Selbstkontrolle überlassen werden dürften, sondern unter strenge Beobachtung durch Behörden gestellt werden müssten.
Was sich nun geändert hat, bezeichnet nicht nur der Zeitenwenden-Blog als äußerst schwammig und wenig strukturiert. Die europäische Wertpapieraufsichtsbehörde will auch weiterhin darauf verzichten, die Branche der Hedge-Fonds mit einem Auflagenkatalog zu „belästigen“.
Wichtiger ist für die internationalen Aufseher ein funktionierendes System der Selbstkontrolle, es sei an der Zeit für Mechanismen zur Bewertung von Risiken und zur Abgleichung möglicher Interessenskonflikte.
Von behördlicher Seite aus seinen die Bemühungen der 13 wichtigsten europaweit aktiven Hedge-Fonds ausreichend, die eine Art Verhaltenskodex vorgelegt hatten zu Beginn des Jahres. Nur was genau dieser Kodex beinhaltet und erreichen soll, ist für den Laien und selbst viele Experten nicht leicht zu durchschauen.
Auf den ersten Blick wirkt der Kodex vor allem wie eine Maßnahme, um nicht unter staatliche Aufsicht gestellt zu sein. Das kann nur im Interesse der Fonds sein, die halbwegs unberührt den Weg durch die Finanzkrise meisterten und 2007 gute Renditen erzielen konnten.
In Sicherheit sind die Fonds dennoch nicht, die Behörden wollen die Verhaltensabsprachen im Auge behalten und notfalls doch noch Regulierungsansätze schaffen.
Tags: Aufsichtsbehörde, Finanzkrise, Hedge-Fonds, Selbstkontrolle, Verhaltenskodex


Schreib was