Umbau der Privaten Krankenkasse in der Diskussion
Mi, Jun 11, 2008
Der Sparzwang hat längst die einstmals so vermögensverwöhnten privaten Krankenversicherer erreicht. Die Diskussionen um eine Einheitsversicherung, wie sie jetzt in der Wirtschaftswoche aufgegriffen wird, ist nicht neu.
Aber die Gedanken der Gesellschaften werden deutliche diese mögliche Richtung betreffend. Spekuliert wird über die Einheitskasse schon länger. Bei den Großkonzernen des Sektors sieht man die Möglichkeit der Rettung des Systems nur im Falle einer Komplettsanierung in greifbarer Nähe.
Die Debatte, die sich diesbezüglich in der Arbeitsgruppe des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mit Mitgliedern wie Axa, Ergo und Allianz, entwickelt hat, könnte einen radikalen Umbau zur Folge haben. Bislang gibt es keinen eindeutigen Ansatz. Aber man spielt mit dem Gedanken an eine Einheitsversicherung, bei der ohne den Blick auf Alter, Geschlecht und andere Faktoren eine einheitliche Prämie angesetzt werden könnte.
Mit diesem Konzept lägen die Branchenvertreter in gewisser Weise auf Augenhöhe mit den Vorschlägen der CDU und ihrer Gesundheitsprämie auf der einen Seite, auf der anderen Seite wäre der verpflichtende Charakter der Grundabsicherung dem SPD-Ansatz der Bürgerversicherung nicht ganz unähnlich. Zur Basis-Deckung würden den Ansätzen der Versicherer entsprechend weiter Zusatzangebote der Privaten Krankenversicherung offeriert, um die externen und nicht vom Grundprodukt abgedeckten Leistungen zu tragen.
Derzeit betonen die Unternehmen jedoch, dass es sich nur um Gedanken als Thesenpapier handelt, nicht jedoch um erste Umsetzungsansätze.
Tags: Allianz, AXA, Private Krankenversicherung, Sparzwang


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