Jetzt stehen Anleihen schwere Zeiten bevor
Mo, Jun 30, 2008
Im Boersenblog kommt in die Diskussion, was so manche große Wirtschaftszeitung bereits vorhergesehen und befürchtet hatte. Ganz allmählich kommen auch die bis zuletzt halbwegs verschonten Anlagevariationen unter Beschuss durch die dramatische Krisenzeit auf den Wirtschaftsmärkten. „Dank“ Ölpreisanstieg und steigender Inflations- bzw. Rezessions-Schieflage sieht man in Fachkreisen nun als nächsten den Markt der Anleihen als stark gefährdet.
Das ergab auch die Umfrage einer Börsenzeitung, auf die der Bericht im Blog zurückgeht. Während die Renditen in Deutschland bei den Anleihen noch knapp über 4,5% stehen, liegen die Renditen bei den Anleihen auf zehn Jahre in den Vereinigten Staaten bereits unter dem Wert von vier Prozent. Von einer Besserung der Zahlen gehen auch die optimistischsten Schätzungen nicht aus, nachdem der Dow Jones zum Ende der Handelswoche zwischenzeitlich mit Einbußen von bis zu 20% den niedrigsten Stand seit Oktober 2007 erreicht hatte.
Selbst Zinssenkungen als Rettungsmaßnahme hatten zuletzt nicht ihr Ziel erreicht, so dass mit weiteren Senkungen zur Stärkung des Marktes nicht zu rechnen sein wird. Erwartet wird von den Experten eher ein Umschwenken der Anleger auf Staatsanleihen wegen der geringeren Abhängigkeit von freien Markt. Sowohl die BRD als auch Frankreich und Spanien werden dieser Tage im Umfang mehrerer Milliarden Euro weitere Staatsanleihen anbieten.
Tags: Anleihen, Inflation, Rendite, Staatsanleihen, Zinssenkungen


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