Gehälter der Vorstände der DAX-Unternehmen deutlich gestiegen
Mi, Aug 20, 2008
Der „gemeine“ Arbeitnehmer hat sich längst abgewöhnt, über das eigene Einkommen zu klagen, obwohl bei steigender Inflation und deutlicher Aufwärtstendenz etwa bei Lebensmittel- und Energiepreisen zahlreiche Gründe vorlägen.
Um 2,5% stiegen die Einkommen deutscher Arbeitnehmer im Jahr 2007 im Schnitt. Laut Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, die dieser Tage die Gehaltsliste für DAX- und MDAX-Firmen veröffentlicht, sieht die Sache bei den Konzernchefs natürlich ganz anders aus. Um durchschnittlich 7,75 % kletterten die Gehälter der Bosse.
Das Durchschnittseinkommen muss man sich langsam auf der Zunge zergehen lassen: Der typische DAX-Vorstand erhält per anno 2,926 Millionen Euro.
Der Bestverdiener war auch in 2007 Josef Ackermann, der Chef der Deutschen Bank. Er darf sich über die knapp 14 Millionen Euro pro Jahr freuen, bis zur nächsten Gehaltserhöhung. Daimler-Chef Zetsche sieht da mit seinen 10 Millionen Euro regelrecht blass aus.
Bei allem Unverständnis über derartige Gehälter darf aber eines nicht vergessen werden: Die Konzerne konnten ihre Gewinne um teilweise mehr als 20% verbessern. Sicher nicht ganz unbeteiligt waren an diesen wirtschaftlichen Sprüngen die Vorstände.
Tags: Ackermann, Arbeitnehmer, DAX, Einkommen, Gewinne, Wertpapierbesitz


Schreib was