Siemens – keine Berührungsängste bei Staatsfonds
Do, Aug 28, 2008
Das Technologie-Unternehmen Siemens ist nun eines der ersten, das sich in der Öffentlichkeit zur Debatte um Staatsfonds äußert.
Wir berichteten bereits, dass die Bundesregierung den längst abgehefteten Wünschen der deutschen Unternehmen nachkommen wollte und ausländischen Fonds den Einstieg in den deutschen Markt erschweren wollte.
Aus der Münchner Siemens-Zentrale wurde nun bekannt gegeben, dass Siemens keine Scheu bei möglichen Partnern kennt, wenn es das Unternehmen wirtschaftlich weiter bringen und auf Kurs halten könne, mit Staatsfonds aus dem Ausland gemeinsame Sache zu machen.
Der Siemens Finanzvorstand Joe Kaeser berichtete, dass Siemens es begrüßen würde, wenn von Seiten der Fonds Beteiligungen bestrebt würden, die neue Investitionen und weitere Expansion ermöglichen könnten.
Berührungsängste seien kein Thema beim Global Player Siemens. Aber auch ein anderes Hintergedanke steckt in den Ausführungen von Herrn Kaeser: Die Aktie des Siemens-Konzerns hatte deutliche Minustendenz in den letzten Monaten. Solche Situationen an der Börse sind vielfach die große Stunde der gefürchteten Hedgefonds, feindliche Übernahmen sind ebenfalls möglich.
Großaktionäre wie Staatsfonds, die auf lange Sicht investieren sind der beste Schutz. Mit der Siemens-Familie als einziger Großaktionär mit einem Anteil von 6% an den Unternehmensaktien sieht sich Siemens einer ähnlichen Bedrohung wie das Unternehmen Daimler ausgesetzt.
Da nimmt man also gerne auch Staatsfonds in Kauf, wenn es ausreichend frisches Kapital bringt.
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