Deutsche Bank sackt Post-Tochter ein
Fr, Sep 12, 2008
Nun hat Deutsche Bank-Chef Ackermann also wieder mal gut Lachen. Sein Unternehmen, die größte deutsche Bank, hat ihre Ziele in die Tat umgesetzt und verleibt sich nun die Postbank für die stolze Summe von etwa 2,6 Milliarden Euro ein.
Das entspricht zunächst einen Anteil von 29,75 % der Aktien der Postbank, was zu einem Preis von 54 bis 55 pro Anteilsschein führt. Spätestens in drei Jahren will das Bankenhaus des Herrn Ackermann man dann die restlichen 20,25 % plus einer Einzelaktie erstehen, um so die absolute Aktienmenge zu sichern und die Bank einzugliedern.
Nach Monaten des Debattierens hat sich nun die Landschaft auf dem deutschen Bankensektor in nur knapp vierzehn drastisch verändert, nachdem bereits die Dresdner Bank von der Commerzbank übernommen worden war.
Für die Deutsche Bank jedoch kommt eine Auflösung der neuen Tochter nicht infrage, wie es mit der Dresdner Bank passieren soll. Die Postbank soll eine eigenständige Marke auf dem Sektor der Banken bleiben und der Deutschen Bank den Markt der Privatkunden endgültig weiträumig erschließen. Immerhin ist die ehemalige Post-Tochterfirma Postbank die größte Privatkundenbank Deutschlands. Am heutigen Freitag wird die Absegnung der Pläne durch den Aufsichtsrat der Postbank erwartet. Insgesamt wurde für das Bankhaus eine Bewertung in Höhe von bis zu neun Milliarden Euro abgegeben.
Tags: absolute Aktienmehrheit, Ackermann, Aktien, Bankensektor, Deutsche Bank, Postbank, Privatkunden


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