Mehdorn steckt bei Bedienzuschlag zurück
Fr, Sep 12, 2008
Für Verwunderung hat die Nachricht im Land schon gesorgt. Denn Hartmut Mehdorn, der Chef der Deutschen Bahn ist nicht gerade dafür bekannt, dass er von einmal gefallenen Entschlüsse allzu häufig wieder abzubringen ist.
Aber der Widerstand gegen die geplanten Zuschläge für die Bearbeitung am Schalter hat nun scheinbar selbst dem „Sturkopf“ Mehdorn zu denken gegeben.2,50 Euro sollten als zusätzliche Gebühren auf die Kunden zukommen, wenn sie den Service am Fahrkartenschalter in Anspruch nehmen.
Die für Mitte Dezember gesetzten Pläne sind nun aber zurückgezogen worden, nachdem sich selbst auf bundespolitischer Ebene die Proteste gegen die Gebühren mehrten. Auch Verkehrsminister Tiefensee und Verbraucherschutzminister Seehofer sprachen sich mit deutlichen Worten gegen die Umsetzung des Vorhabens aus. Die Erleichterung ist deutlich zu spüren.
Karl-Heinz Daehre, seines Zeichens Vorsitzender der Konferenz der Verkehrsminister, sprach von einem Sieg der Vernunft über die Geldmacherei. Der Pro Bahn Vertreter Naumann rief zum Lob für die Verhaltensweise bei der Bahn auf, die eine Entscheidung im Sinne der Kunden und Eigentümer getroffen habe.
Andere Stimmen gehen dahin, dass Hartmut Mehdorn eher den drohenden Imageschaden und eine möglicherweise daraus resultierende sinkende Nachfrage nach Aktien beim geplanten Börsengang im Hinterkopf hatte, als sich um die Belange der Kunden zu sorgen.
Tags: Aktionäre, Bahn, Börsengang, Bedienzuschlag, Imageschaden, Mehdorn, Pro Bahn


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