Grund zur Hoffnung für Lehman Brothers?
Di, Sep 16, 2008
Möglich scheint in dieser verworrenen Situation um die angeschlagenen US-Banken nahezu alles. So besteht angeblich die realistische Chance, dass die bekannte Investmentbank Lehman Brothers doch noch gerettet werden könnte.
Wenigstens bekundet Barclays, die augenblickliche Nummer drei unter den Banken Großbritanniens, Interesse an einigen Sparten der Traditionsbank und teilte dies bereits der US-Aufsichtsbehörde SEC mit. Eine komplette Übernahme des Lehman-Geschäfts lehnte die britische Bank schon im Rahmen der Krisensitzungen in der vergangenen Woche ab, einzelne Geschäftszweige üben dann aber doch ihren Reiz aus.
Nicht zuletzt sicher deshalb, weil die Kosten für die Bank mittlerweile gewiss deutlich niedriger angesiedelt sind als noch in der letzten Woche, bevor Lehman Brothers so akut mit den Aktienkursen abgestürzten. Vermutlich interessieren sich die Briten nach Expertenmeinungen für das Kerngeschäft in den USA.
Vorrangig gehe es um den Sektor Investmentbanking und die Fusionsberatung für Großunternehmen. Aber auch der Aktienhandel und das Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren sind wohl begehrt. Wichtig sind diese Meldungen besonders für die Mitarbeiter. Immerhin könnten durcheine Teilübernahme wenigstens gut 40% der 26000 Mitarbeiter des Unternehmens Lehman im besten Fall ihren Job behalten.
Nun geht es um eine zügige Abwicklung, bevor auch die letzten Interessenten das Interesse verlieren oder die Aktionäre ein Machtwort sprechen. Denn die Barclays-Anleger ließen ihrem Missfallen freien Lauf. Die Aktie verlor zwischenzeitlich mehr als sechs Prozent.
Tags: Aktienkurse, Anleger, Übernahme, Barclays, Investmentbanking, Kerngeschäft, Lehman Brothers, Mitarbeiter


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