Holtzbrinck übernimmt PIN großteilig
Fr, Sep 26, 2008
Schon lange kämpft der Postdienstleister PIN mit der Insolvenz, nun kommt von eher unerwarteter Stelle vielleicht wenigstens ansatzweise Rettung für die Mitarbeiter des Post-Konkurrenten. Bisher war der Holtzbrinck-Verlag aus dem schönen Stuttgart nur als Minderheitsaktionär bei PIN in Erscheinung getreten.
Nun lässt der Insolvenzverwalter berechtigte Hoffnung aufkommen, dass PIN nicht nur Raum Berlin, sondern auch den gesamten „neuen Ländern“ und anderen Teilen der Republik zum Mitbewerber der Deutschen Post erstarken könnte. Daraus resultiert ebenfalls die Chance, dass die gut 2500 Mitarbeiter von PIN wieder aufamten können, nachdem lange alles nach kollektiver Arbeitslosigkeit ausgesehen hatte. Zum vereinbarten Kaufpreis äußert sich bislang niemand.
Anfangs bestand das Unternehmen noch aus 120 einzelnen Gesellschaften. Als dann die großen Aktionäre, zu denen unter anderem der Springer-Konzern und die WAZ-Gruppe gehören, zum Ende von 2007 weitere Hilfszahlungen an PIN verweigerten, steuerte das Unternehmen geradewegs in die Insolvenz.
Von den übrig gebliebenen Gesellschaften will Holtzbrinck nun angeblich ein Dutzend unter das Dach des Konzerns holen. Allerdings muss das Kartellamt noch zustimmen. In Stuttgart sieht man lukrative Aussichten nach dem umfangreichen Einstieg bei PIN.
Tags: Berlin, Gesellschaften, Holtzbrinck, Insolvenz, PIN, WAZ


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