Staat und Banken erwarten geringeres Wirtschaftswachstum
Mo, Okt 13, 2008
Da hatte man sich darauf gefreut, endlich einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können, da sorgt die weltweite Finanzmarktkrise erneut dafür, dass Finanzminister Steinbrück von seinen eigentlichen Haushaltsplänen abrücken muss und die erhoffte Ausgeglichenheit des Bundeshaushaltes für 2011 auf die lange Bank schieben muss.
Ohne eine Neuverschuldung geht’s also auch weiterhin nicht auf Bundesebene. Die Ziele will man weiterhin im Blick behalten, einen Termin für einen Haushalt ohne weitere Aufnahme von Krediten nennt man derzeit allerdings unrealistisch. Die konjunkturelle Entwicklung für das Jahr 2009 hatte man in Expertenkreisen bisher etwa bei einem Wachstum von gut 1,2 % eingestuft. Nun ist nur noch ein knappes halbes Prozent bei den Wirtschaftsinstituten in den Prognosen vorgesehen.
Möglicherweise werden weitere Korrekturen nötig, wenn die ausschlaggebenden Steuerschätzungen vorliegen werden. Die Vorhersagen der acht führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute für das kommende Jahr sollen die wirtschaftlichen Aussichten für die Konjunktur auf nur 0,2 Prozent festlegen zur Wochenmitte. Für den Staat heißt dies in Sachen Haushalt, dass man mit weniger Geld dennoch versuchen muss, keine neuen Löcher in die Staatsfinanzen zu reißen, so der CDU-Finanzpolitiker Volker Kauder in den tagesaktuellen Berichten.
Tags: Haushalt, Kauder, Neuverschuldung, Prognosen, Steinbrück, Wirtschaftsinstitute


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