Allianz will auf Regierungshilfe verzichten
Mi, Okt 15, 2008
Diese Vermutung legen tagesaktuelle Meldungen nahe. Die Münchner Allianz SE hat geäußert, möglicherweise nicht die finanzielle Unterstützung der Bundesregierung in Anspruch nehmen zu wollen. Man sei ausgesprochen gut kapitalisiert, trotz Finanzmarktkrise. Unbedingt angewiesen sei man also nicht auf die Rückendeckung und das umfangreiche Finanzpaket mit einem Volumen von immerhin mehr als 500 Milliarden Euro. Das DAX-Unternehmen Allianz ließ wissen, dass man aus eigener Kraft mit der Krise fertig werden wolle, Hilfe von außen benötigt das Unternehmen also nicht. Damit ist die Allianz scheinbar in guter Gesellschaft.
Denn die Nummern eins und zwei auf dem deutschen Markt für Rückversicherungen, die Hannover Rück und die Mitbewerber von der Münchner Rück kündigten ebenfalls an, keine öffentlichen Mittel für die Bewältigung der Krise verwenden zu wollen. So kann die Regierung also den vielen anderen Banken Hilfestellung leisten, die nicht aus eigenem Antrieb heraus mit den Verlusten nach der Krise klarkommen werden. Gut 80% der bereitgestellten Staatsgelder sind ohnehin für Garantien gedacht, um die Einlagen der Bürger zu sichern, die in zunehmendem Maße um ihre Altersvorsorge fürchten. Nur 20%, also 100 Milliarden Euro sind als direktes Kapital für insolvente Banken und als Reserven geplant.
Tags: Allianz, DAX, Finanzmarktkrise, Garantien, Kapital, Münchner Rück, Staatsgelder


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