Ältere Menschen nutzen zunehmend die Grundsicherung
Fr, Okt 31, 2008
Seit dem Jahr 2003 existiert als Grundsicherung bezeichnete Sozialleistung vom Staat inzwischen. Mit ihr sollen Menschen ohne ausreichendes monatliches Einkommen oder bedingt durch Erwerbsminderung ihren Lebensunterhalt ermöglicht bekommen. Nun hat das Statistische Bundesamt einmal mehr aktuelle Zahlen veröffentlicht, die eine deutliche Sprache sprechen. Gerade im Alter sind zunehmend mehr Deutsche auf die Grundsicherung abgewiesen, um über die Runden zukommen. Im vergangenen Jahr legte die Quote der Empfänger und Empfängerinnen um immerhin 7,4 Prozent zu.
GruDas sind mehr als 50 000 Verbraucher mehr als bisher, die Gesamtgruppe wuchs auf nun etwa 733 000 Menschen an. Sollten die Prognosen des Deutsche Städten- und Gemeindebundes eintreten, so wird die Bezieherzahl für diese Sozialleistung weiterhin der Bevölkerungsentwicklung wegen deutlich anwachsen. Das Bedenkliche an den neuen Zahlen: Mehr als 50% der Empfänger der Grundsicherung sind 65 Jahre oder älter, ein Anteil von gut 56% sind Frauen. Die Erwerbsminderung bedingt durch vorzeitigen Ausstieg aus dem aktiven Berufsleben drängt in wachsendem Maße Betroffene in die Grundsicherungs-Bezugsgruppe. Für den Städteverband ergeben sich aus den Zahlen Ausgaben in Höhe von über 3,5 Milliarden Euro.
Tags: Bund, Erwerbsminderung, Grundsicherung, Prognosen, Sozialleistung, Städteverband, Verbraucher


Schreib was