Vergisst die Regierung die Bürger in der Bankenkrise?
Di, Nov 4, 2008
Immer mehr Banken ergreifen die Gelegenheit beim Schopfe und nutzen die staatlichen Rettungsmaßnahmen, um wirtschaftlich nach der Krise wieder auf den grünen Zweig zu kommen. Doch was wird eigentlich aus den betroffenen Kunden der Institute? Diese Frage werfen nun Verbraucherschützer aus allen Teilen des Landes auf. Die Privatkunden würden zu wenig berücksichtigt in den Plänen der Parteien, so Gerd Billen, der Vorsitzende des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen. Nicht nur die Banken, auch die Sparer im Lande seien auf Soforthilfen angewiesen, weil sie die eigentlich Hilfsbedürftigen seien in der augenblicklichen Situation.
Dies zeige sich unter anderem daran, wie rege die Finanz-Hotline genutzt wird, die eigens für die Bankenkunden aus dem privaten Sektor eingerichtet wurde. Weit mehr als 100 000 Anrufer haben inzwischen um Rat gebeten. Die Verbraucherschützer fordern nun drastische Maßnahmen, da die Kunden der Banken zu Tausenden falsch beraten und zum Teil bewusst in die Irre geführt worden seien im Rahmen der Investitionen. Eine wichtige Veränderung müsse die Anhebung der Verjährungsfristen bei derartigen Straftaten auf zehn anstelle von drei Jahren sein. Zudem müsse die Regierung dafür sorgen, dass die Einlagen der sparfreudigen Bankkunden in voller Höhe erstattet werden.
Tags: Einlagen, Privatkunden, Soforthilfe, Verbraucherschutz, Verjährungsfrist


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