Deutsche Wirtschaft erwartet steuerliche Entlastungen
Mo, Dez 1, 2008
Erst in der vergangenen Woche hatte sich die Bundeskanzlerin im Schulterschluss mit ihrem französischen Amtskollegen Sarkozy gegen eine Steuersenkung ausgesprochen, wie es im Vereinten Königreich in die Tat umgesetzt werden soll. Ob die Bundesregierung es bei dem Druck von Seiten der deutschen Wirtschaft auch weiterhin so sehen wird, bleibt abzuwarten. So fordert zum Wochenbeginn unter anderem Werner Schnappauf, der Hauptgeschäftsführer des BDI, dass den Bürgern im Lande netto mehr von Lohn erhalten bleiben müsse. Nur so könne die leidende Wirtschaft wieder durch mehr Konsumlaune in gewohnte Gänge gesetzt werden. Beim ZDH indes fordert man von Bundeskanzlerin Angela Merkel infrastruktuelle Mehrausgaben, dabei denkt Generalsekretär Schleyer auch an niedrigere Abgaben und Steuern als besten Weg aus der Krise. Obwohl die CDU-Chefin auf dem Parteitag auf die Unterstützung von ihren Parteikollegen zählen konnte, ist die CDU in der Frage nach steuerlichen Entlastungen keineswegs durchweg einig. Saarlands Ministerpräsident Müller als Abweichler jedoch fand sich am Wochenende unerwartet auf der Spur seiner Chefin aus Berlin ein, obwohl noch erst kürzlich ebenfalls mit dem Gedanken an eine Steuersenkung gespielt hatte.
Tags: Abgaben, BDI, Entlastungen, Merkel, netto, Steuersenkung, ZDH


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