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Rechtsstreit für Porsche nach VW-Aktienkauf

Mo, Dez 1, 2008

Nachrichten

Nicht genug, dass sich Porsche weiterhin mit der niedersächsischen Landesregierung rumärgert wegen der Auseinandersetzung bezüglich der Sperrminorität des Landes im VW-Konflikt. Nun droht dem Automobilkonzern laut einer Meldung des SPIEGEL eine Klage, die sich gewaschen hat. Mehrere Betreiber von Hedgefonds wollen vermutlich von Porsche Schadenersatz einfordern, nachdem sie Milliardensummen verspekuliert hatten im Rahmen der VW-Übernahme. Um welche Fonds es sich handelt, wurde nicht bekannt gegeben. Die Hedgefonds hatten auf sinkende Aktienkurse bei Volkswagen gesetzt und waren damit erheblich auf die Nase gefallen, als die Aktie des VW-Konzerns zeitweise auf über 1000 Euro gestiegen war.
Porsches Aktien-Einkauf von VW-Anteilen hatte über cash-gesettelte Optionen dazu geführt, dass auch dem Markt nur noch 5% der Stammaktien gehandelt werden konnten. So erhielt das Sportwagenhersteller Zugriff auf insgesamt 75% der gesamten Anteile an VW. In der Folge vervielfachte sich der Aktienkurs. Bei Porsche sieht man die drohende Klage vergleichsweise entspannt. Chef Wiedeking äußerte, sich grundsätzlich ans die rechtlichen Vorgaben gehalten zu haben und sogar mehr Informationen veröffentlicht zu haben, als es Porsche eigentlich hätte tun müssen. Hintergrund der Käufe jedenfalls sei kein Manipulationsversuch sondern einzig die Übernahme von VW gewesen. Schadenfreude oder Berechnung seien nicht der Grund für die Aktionen Ende Oktober gewesen.




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