Deutsche Post wegen schlechter Zustellqualität von Netzagentur gerügt
Mo, Dez 8, 2008
Wie so oft sind die zumindest gefühlten Monopolvorteile der Deutschen Post zum Verhängnis geworden. So scheint sich die Post in ihrer Zentrale in Bonn wenigstens aus Sicht der Bundesnetzagentur auf ihren Lorbeeren auszuruhen. Der Service der Deutschen Post lässt deutlich zu wünschen übrig bei der Briefzustellung. Die mangelhafte Arbeit, die schon des Öfteren für Unmut in den Medien und der Politik ebenfalls geführt hat, können nun laut Netzagentur-Chef Matthias Kurth für die Zukunft Konsequenzen nach sich ziehen, so sich keine Bereitschaft für Ausbesserungen erkennen lässt beim gelben Riesen. In einem Brief an Postchef Appel seien insbesondere die Mängel der Arbeit in den großen Ballungszentren wie der Bundeshauptstadt Berlin angesprochen worden. Für zukünftige Ausschreibungen in Sachen Universaldienstleistung könnte ein Ausbleiben von Verbesserungen beim Service der Deutschen Post drastische Auswirkungen nach sich ziehen. Hier droht die Netzagentur dem Zusteller mit der Vergabe an konkurrierende Unternehmen. Bei der Post sieht man die Sache etwas anders: Die Netzagentur und auch die Kunden müssten sich keinesfalls Sorgen machen, dass die Grundversorgung auf dem Postwege in irgendeiner Weise bedroht sein könnte. Für die deutschen Haushalte, die oft auf Post warten müssen, zunächst ein eher schwacher Trost.
Tags: Appel, Ausschreibungen, Ballungszentren, Bundesnetzagentur, Deutsche Post, Universaldienstleistung


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