Sparkassen wollen bei Nordbank aussteigen
Mo, Dez 15, 2008
Eine Eigenschaft, die allen wirtschaftlich sinkenden Schiff gleich ist, liegt darin, dass beteiligte Unternehmen gerne von Bord möchten, solange es noch halbwegs ohne größere Schäden möglich ist. Dies sieht auch bei der HSH Nordbank nach den schwerwiegenden Missspekulationen mit Immobiliengeschäften und schlechten Geschäften in Island nicht wesentlich anders aus. Bisher war es eher ein Gerücht, dass die schleswig-holsteinischen Sparkassen sich aus dem Geschäft bei der Landesbank zurückziehen möchten. Doch nun war es Jörg-Dietrich Kamischke, seines Zeichens Präsident des Sparkassen- und Giroverbands, der Auskunft über die Ausstiegswünsche der Sparkassen sprach. Aufgrund der drohenden Verluste der Nordbank möchten die Sparkassen tatsächlich ihre insgesamt 14,82 % Anteile an der Nordbank loswerden. Kaufinteressenten gibt es wohl auch schon: Wahlweise die mit je 30% beteiligten Bundesländer Hamburg oder Schleswig-Holstein kommen als Übernahmekandidaten infrage, so die Stimmen aus dem Regierungsumfeld. Nach ersten Treffen zwischen Sparkassenvertretern und Vertretern der Ländern, sollen weitere Gespräche bald Klarheit verschaffen. Die elf betroffenen Sparkassen des Landes haben bisher Schätzungen zufolge Verluste in Höhe von bis zu 250 Millionen Euro hinnehmen müssen im Rahmen der Krise.
Tags: Hamburg, HSH Nordbank, Immobiliengeschäfte, Schleswig-Holstein, Sparkassen, Verlust


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