Jetzt trifft die Krise auch Goldman Sachs
Di, Dez 16, 2008
Bisher war die ehemalige Bank aus dem Investmentbereich weitgehend ungeschoren davon gekommen. Seit gut einer Dekade war das Bankenhaus immer in den schwarzen Zahlen, nun schlagen die Abschreibungen auch hier zu Buche, und zwar nicht zu knapp. Für das vierte Jahresquartal muss Goldman Sachs mit ansehen, wie Verluste in Höhe von 2,12 Milliarden Dollar über die Bank hereinbrechen. Und das ausgerechnet, nachdem man im Jahr zuvor noch Gewinne in Rekordhöhe von mehr als drei Milliarden Dollar mit stolzgeschwellter Brust verkünden durfte, als die ersten Konkurrenten bereits mit Verlusten zu kämpfen hatten. Wenigstens an der Börse haben die Meldungen aus dem Bankenhaus wenig Schaden verursacht. Im Gegenteil hatten scheinbar einige Aktieninteressenten mit derartigen Botschaften gerechnet. So stieg die Aktie von Goldman Sachs vor Börsenstart um knapp vier Prozent. Auch in Kreisen der Analysten zeigt man sich zwar nicht glücklich über die neuen Zahlen für das letzte Quartal, doch ein gewisse Freude ist nicht zu übersehen, weil die Zahlen nach dem Einbrüchen aus dem dritten Quartal nicht noch wesentlich schlimmer ausgefallen sind. Denn wie heißt es: Schlimmer geht immer.
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