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Staat klopft bei Commerzbank

Fr, Jan 9, 2009

Banken & Stiftungen

Ganz ersichtlich ist der Ablauf rund um die Commerzbank für viele Verbraucher nicht wirklich. Denn der Hintergrund, dass die Nummer zwei unter den deutschen Großbanken eine Beteiligung des Staates und dessen Kapital benötigt, nur um die Dresdner Bank wie geplant übernehmen zu können, leuchtet nicht jedem gleich ein. Dennoch ist es wie es ist: Die Bundesregierung erhält für die Finanzspritze in Höhe von satten zehn Milliarden (zu den bisherigen 8,2 Milliarden Euro, die bereits 2008 gezahlt wurden aus dem Rettungsfonds SoFFin) das Recht, zwei Staatssekretäre im Aufsichtsrat der Commerzbank zu positionieren, die dort die Sperrminorität des Bundes vertreten sollen bei wichtigen Entscheidungen. Dem Staat gehören nun 25% der Aktien der Commerzbank sowie eine weitere Aktie. Auf diese Weise will die Bank mit frischem Eigenkapital von der Allianz Gruppe die Dresdner Bank übernehmen können. Im Unternehmen begrüßt man die staatliche Beteiligung laut ersten Pressemeldungen. Das wundert niemanden, denn im Portfolio der zukünftigen Tochter Dresdner Bank befinden sich vorsichtigen Schätzungen zufolge Risiken in Milliardenhöhe, die der Staat im schlimmsten Falle mittragen muss. An der Börse musste die Aktie der Commerzbank einen regelrechten Kurssturz auf ein zwischenzeitliches Rekordtief auf nur 4,79 Euro je Anteilsschein ertragen.




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