Agrar-Subventionspläne der EU in der Kritik
Mo, Jan 19, 2009
Mehr als zwei Dutzend Agrarminister nahmen am Berliner Agrarministergipfel teil, zu dem die Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner geladen hatte parallel zur stattfindenden Grünen Woche. Thematische Schwerpunkte der ausgiebigen Gespräche der Politiker waren unter anderem Subventionen und andere Fördermaßnahmen. Gemeinsam wolle man alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um den internationalen Handel möglichst transparent und fair zu gestalten.
Heftig unter kritischem Beschuss stand in der Diskussionsrunde die Ankündigung aus Brüssel bezüglich möglicher Exportsubventionen. Die Agrarkommissarin der EU, Fischer-Boel, hatte wenige Tage vor der Konferenz mitgeteilt, man wolle die Exportsubventionen für Milchprodukte aus europäischer Produktion nach zwei Jahren Pause wieder aufnehmen. Insbesondere von Seiten der bekannten Hilfsorganisationen kritisiert man dieses geplante Vorgehen.
Die Minister aus Ländern wie Burkina Faso und anderen wirtschaftlich benachteiligten Ländern äußerten die berechtigte Angst, Ansätze dieser Art würden die Landwirtschaft in ärmeren Teilen der Welt aus dem Handel bugsieren und somit „in die Knie zwingen“. Von Fairness könne im Fall einer Umsetzung der Pläne der Europäischen Union nicht mehr gesprochen werden. Auch Subventionen für Fleischprodukte und Baumwolle würden viele Millionen Produzenten am anderen Ende der Welt in Bedrängnis bringen.
Tags: Agrarminister, EU, Europa, Exportsubventionen, Milchprodukte, Subventionen


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