Kurzarbeit greift im Januar weiter um sich
Mi, Feb 4, 2009
Wie erwartet stieg die Zahl der Unternehmen, in denen der wirtschaftlichen Krise mit wenigsten vorübergehender Einführung von Kurzarbeit begegnet wird, auch weiterhin deutlich an. Insbesondere in der Automobilbranche ist dies der Fall. Laut Bundesarbeitsagentur kletterte die Zahl der von Unternehmen angemeldeten Arbeitnehmer in Kurzarbeit durch konjunkturelle Gründe im Januar allein um mehr als 290 000.
Nun sind bundesweit insgesamt seit Oktober vergangenen Jahres eine Dreiviertel Million deutsche Arbeitnehmer in Kurzarbeit geschickt worden von den Unternehmen. Auf diese Weise soll die aktuell andauernde Flaute bei den neuen Aufträgen überbrückt werden, bis die Krise überstanden ist. Dabei beruht das Konzept momentan maßgeblich auf den Wünschen der Regierung. Diese hatte die Arbeitgeber aufgefordert, statt Entlassungen zunächst Kurzarbeit als den besten Weg aus der Krise zu versuchen.
Im Falle von Kurzarbeit trägt die BA mindestens 60 Prozent der Arbeitnehmer-Nettolohns während der Phase der Kurzarbeit. Doch nicht nur durch die krisenbedingte Kurzarbeit werden die Statistiken der BA derzeit belastet. Ergänzend kommen die insbesondere die bekannten Saisonauswirkungen hinzu. So wird auf dem Bau ohnehin zu dieser Jahreszeit oft auf Kurzarbeit zurückgegriffen. Dies sind zusätzlich fast 50 000 Arbeitnehmer für die Statistik.
Tags: BA, Bundesagentur für Arbeit, Entlassungen, Kurzarbeit, Nettolohn, Regierung, Unternehmen


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