Porsche-Angebot für Scania-Aktien wenig erfolgreich
Fr, Feb 13, 2009
Eigentlich hat man bei Sportwagenhersteller Porsche aus rein strategischer Sicht kein Interesse an schwedischen LKW-Konzern Scania. Im Zuge der mehrheitlichen Übernahme des Wolfsburger Konkurrenten Volkswagen sah man sich gezwungen, für Scania ein Pflichtangebot vorzulegen. Bezahlen will man diesen Vorgang nach wie vor aus der Portokasse, heißt es bei Porsche in Stuttgart.
Bezahlen muss Porsche für die erstaunlich geringen Anteile in Höhe von nur 7,93 Prozent, die von Seiten der Scania-Aktionäre angeboten wurden, nun umgerechnet 393 Millionen. Dass das Übernahmeangebot nur von einer überschaubar großen Menge der Aktionäre aufgegriffen wurde, verwundert durchaus. Denn zuletzt war der Wert der Aktien an der Börse unter den von Porsche offerierten Kaufpreis gesunken. Geboten hatte der Hersteller pro Aktie der A-Kategorie 68,52 Schwedische Kronen, je B-Kategorie-Wertpapier ist man bereit, 67,10 SEK zu entrichten.
Auf alle ausstehenden Aktien des Unternehmens Scania errechnet sich so eine Gesamtsumme von 2,8 Milliarden Euro, die Porsche bereit gewesen wäre. Dabei waren jedoch nicht die Anteile am schwedischen Unternehmen enthalten, die ohnehin bereits zum Volkswagen-Portfolio gehören. Auswirkung auf die Zurückhaltung der Aktionäre hatte wohl vor allem die Kritik des Scania-Aufsichtsrates, dem das Angebot aus Deutschland deutlich zu gering erschien. Dabei ist einer Weiterleitung der Aktien von Porsche an VW sehr realistisch.
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