Gesetz zur Bankenenteignung kommt für HRE-Übernahme in spe
Mi, Feb 18, 2009
Rund um die morbide Aufstellung des Immobilienfinanzierers geisterte der Begriff der Enteignung schon seit einigen Wochen durch die Zeitungen. Nun hat das Kabinett der Kanzlerin in Berlin tatsächlich Nägel mit Köpfen gemacht, um die Hypo Real Estate kontrollieren zu können. Die Enteignung der Aktionäre wird dabei jedoch nicht mal eben so umsetzbar werden. Ganz zu Beginn und noch vor der gesetzlichen Eingriffsmöglichkeit sollen weiterhin Gespräche mit dem größten Aktionär der HRE.
Dies ist mit einem Aktienanteil von etwa 24 Prozent bekanntlich das amerikanische Investitionsunternehmen J.C. Flowers, in enger Zusammenarbeit mit einem Hedge-Fonds. Eigentlich würde das Unternehmen gerne Anteilseigner bleiben, der Staat hingegen ist für eine Abfindung, um das Ruder bei der Bank an sich zu reißen. Innerhalb von nur zwei Wochen will der Bund laut Finanzminister Steinbrück nun Angebote für die Aktienpakete der einzelnen unterbreiten.
Angesichts der Gesprächsverläufe mit Flowers nimmt man in der Regierung einstweilen jedenfalls keinen Abstand von einer möglichen Enteignung. An der Börse jedoch wirkten sich die Gerüchte über infrage kommende Übernahmeangebote wie ein Wundermittel auf den Aktienkurs der HRE aus. Inwieweit der Bund auf die vom Minister erwähnten 75 % plus einer Aktie als Anteil kommen kann, ist jedoch nicht ganz ersichtlich. Der wachsende zeitliche Druck in der Krisensituation lässt für viele die Enteignung näher rücken.
Tags: Aktionäre, Übernahme, Börse, Bund, Enteignung, HRE, JC Flowers


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