Kein Weg vorbei an der HRE-Enteignung?
Do, Feb 19, 2009
In der deutschen Wirtschaft sieht man die möglicherweise bevorstehende Enteignung der Hypo Real Estate durch die Bundesregierung für grundsätzlich falschen Weg und kritisiert das Vorgehen als undenkbaren Tabubruch, der eher an Sozialismus als die globalisierte Welt erinnert. Finanzminister Peer Steinbrück jedoch hegt inzwischen arge Zweifel daran, dass es einen Weg vorbei an der Enteignung geben kann.
Die Forderungen des Großaktionärs J.C. Flowers seien schlicht so überzogen, dass sie deutlich über dem liegen, was im Falle eines Enteignungsverfahrens gezahlt werden müsste. Dann nämlich hätte der Aktienkurs Gültigkeit, auf dem die betreffende Aktie zwei Wochen vor dem Datum der staatlichen Übernahme bestand. Zudem scheint der Minister sich vieles vorstellen zu können und zu wünschen, ein Verbleib von Flowers als Aktionär im großen Stil im Aufsichtsrat gehört indes eher nicht zu den Listen auf Steinbrücks Agenda.
Er plädiert vielmehr weiterhin auf eine Kontrollmehrheit für den Bund, um so möglichst großen Einfluss auf die Restrukturierungen bei der so wichtigen Bank zu haben. Im Falle eines Zusammenbruchs der HRE würden viele weitere Banken als Geldgeber vereinzelt existentiell bedroht. Kommt es zum Äußersten müsset aufgrund des derzeitigen Aktienkurses eine Gesamtsumme von etwa 270 Millionen Euro als Entschädigung an die Anteilseigner gezahlt werden.
Tags: Aktionäre, Enteignung, Flowers, HRE, Kontrollmehrheit, Steinbrück


Februar 19th, 2009 um 8:02 pm
In meiner Verfassungsbeschwerde werden verschiedene Komplexe angesprochen, die noch nicht publiziert worden sind.