Hat GM die Opel-Patente zu Kapital gemacht?
Fr, Mrz 6, 2009
Erneut wurde ein Spitzentreffen zwischen den Vertretern der Bundesrepublik und der europäischen Konzernspitze von General Motors und Opel einberufen. Am heutigen Tage sollen erneut Gespräche stattfinden, um eine Lösung für die Misere rund um den Opel-Konzern zu finden. Grundsätzlich sei der Staat durchaus bereit zu möglichen Hilfen, diese jedoch wären – wie Finanzminister Steinbrück schon zur Mitte der Woche verlautbaren ließ – an strenge Auflagen gebunden.
Das derzeitige Konzept zur Unternehmensrettung sei jedenfalls weitgehend unzureichend und weist aus Sicht der Politik erhebliche Mängel auf. Inzwischen hat sich auch Kanzlerin Merkel in die Debatte um eine Rettungsmaßnahme durch die Regierung eingeschaltet. Neuen Zündstoff bringt eine Meldung aus der Bildzeitung in die Gespräche. Angeblich hat man bei General Motors Opel-Patente indirekt zu Geld gemacht. So soll der Mutterkonzern im Rahmen des Hilfegesuchs an die US-Regierung die Patente des deutschen Opel-Konzerns als Sicherheiten an das Finanzministerium der USA abgetreten haben.
So jedenfalls lässt es sich scheinbar aus dem Rettungskonzept lesen. Zur Rettung des Opel-Konzerns planen Stützpunkt-Händler und Mitarbeiter eine Unternehmensbeteiligung. Laut dem Bochumer Betriebsrat stehen die Chancen für die Umsetzung dieses Vorhabens momentan gut. In den USA kann man sich diesen Abnabelungsprozess für Opel vorstellen. Für GM bliebe am Ende vermutlich eine Minderheitsbeteiligung an Opel.
Tags: Betriebsrat, Bundesregierung, Finanzminister, General Motors, Opel, Patente, USA


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