Freddie Mac braucht erneut Regierungsgeld
Do, Mrz 12, 2009
Das hatte sich der noch jung im Amt befindliche US-Präsident Barack Obama wohl etwas anders vorgestellt. Die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac hatten im Laufe der Krise schon Hilfszahlungen in Höhe von insgesamt 400 Milliarden Dollar vom Staat erhalten. Doch im Falle des Hypotheken-Multis Freddie Mac reichen die bisherigen staatlichen Unterstützungen aus dem Rettungspaket des Staates noch immer nicht aus.
Experten bezeichnen das Unternehmen längst als Fass ohne Boden. Auch im viertel Jahresquartal veröffentliche der Finanzierer nun Zahlen, die für sorgenvolle Gesichter sorgen. 24 Milliarden Dollar zusätzliches Minus fuhr Freddie Mac erneut ein. Weitere 31 Milliarden Dollar, so heißt es, sind nötig, um einen endgültigen Bankrott noch zu umschiffen. Eine Verweigerung der Zahlungen wird kaum möglich sein, denn beidde Hypothekenunternehmen sind eine wichtige Stütze des Immobilienmarktes in den USA, die zusammen ein Kreditvolumen von etwa fünf Billionen Dollar garantieren.
Problematisch ist vor allem die Lage, in der die Konzerne stecken. Denn sie sind sowohl auf Gewinne angewiesen, sollen aber zugleich eine Stabilisierung für den Hypothekenmarkt erreichen. Einstweilen fahren die Immobilienpreise auf dem US-Markt weiterhin Karussell, ohne dass erkennbar ist, wann die Stimmung sich bessern könnte.
Tags: Fannie Mae, Freddie Mac, Hypothekenmarkt, Immobilienpreise, Obama, Rettungsprogramm


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