AIG soll wegen Boni weniger Staatshilfe erhalten
Mi, Mrz 18, 2009
Strafe muss sein. Die Bonuszahlungen beim amerikanischen Versicherungskonzern haben für heftige Kritik gesorgt. Nicht nur beim Präsidenten, auch und gerade bei den Steuerzahlern hinterlassen die Meldungen über den Geldhunger bei den Managern des maroden Unternehmens, bei dem trotz umfangreicher Staatshilfen niemand so recht einsieht, warum die AIG-Manager auf ihre Boni verzichten sollten.
Mit der Konsequenz, dass die US-Regierung nun in Person von Finazminister Geithner einen Teil der finanziellen Unterstützung von der American International Group zurückhaben möchte. Rund 165 Millionen Dollar – etwa die Summe der Bonuszahlungen – soll dem Steuerzahler zurückerstattet werden bzw. im Rahmen einer zusätzlichen Finanzspritze weniger ausgezahlt werden an AIG. Noch könnte sich herausstellen, dass diese Einbehaltung der Gelder aus juristischer Sicht nicht realisierbar ist.
In diesem Fall will die Regierung mit AIG und den Mitarbeitern Verhandlungen aufnehmen. Im Unternehmen selbst beruft man sich bei der Debatte darauf, dass man rechtlich an die Zahlungen gebunden sei und diese nicht einfach streichen könne. Salz in der Wunde sind hingegen die Äußerungen von Andrew Cuomo, dem New Yorker Staatsanwaltschaft, die zusätzlichen Einmalzahlungen stünden in erster Linie den Chefs von AIG zu, deren Entscheidungen zur derzeitigen Misslage geführt haben.
Tags: AIG, Bankrott, Boni, Finanzkrise, Manager, Steuerzahler, USA


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