Commerzbank sagt weiter Abschwung vorher
Mo, Mrz 23, 2009
Als Chefvolkswirt der Commerzbank ist sich Jörg Krämer seiner Verantwortung zweifelsfrei bewusst, wenn er Aussagen über die deutsche Konjunkturlage zum Besten gibt. Umso schwerer wiegt ein Statement wie das aktuelle aus der Bank zum Thema Entwicklungen der deutschen Wirtschaft. Im schlimmsten Falle sieht man bei der Commerzbank für die inländische Wirtschaft ein Minus von bis zu sieben Prozent vorher.
Die Zahlen sind noch dramatischer als in den bisherigen Fällen anderer Institute. Auch die Commerzbank selbst hatte bisher eher einen Einbruch in Höhe von maximal vier Prozent erwartet, sieht sich nun aber zu Nachbesserungen bei der Analyse gezwungen. Das erste Quartal habe nun gezeigt, dass die bisherigen Prognosen noch zu positiv ausgefallen waren. Der wirtschaftliche Schrumpfungsprozess belaufe sich verglichen mit dem Schlussquartal 2008 nicht nur auf rund 1,5 Prozent, sondern sogar auf mindestens 3,5 Prozent.
Verantwortlich sind die Rückgänge bei den Aufträgen für diese unerwartet schwere Lage in der deutschen Wirtschaft. Befürchtet wird nun bei der Commerzbank, dass das schlechte erste Quartal des Jahres auch noch bis weit ins Frühjahr – möglicherweise sogar bis in den Sommer – Spuren hinterlassen wird. Sowohl in den USA als auch in Europa werden vor allem die Immobilienpreise bis mindestens 2010 weiter deutlich sinken. Dies wirkt sich besonders stark auf die Konsum-Lust der Verbraucher und den Export aus.
Tags: Abschwung, Commerzbank, Deutschland, Export, Konsum, Prognosen, Wirtschaft


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