IWF könnte Zahlen zu faulen Wertpapieren nachbessern
Di, Apr 7, 2009
Dass sich in den Portfolios der deutschen Finanzkonzerne vormals kostspielige Aktien finden lassen, die inzwischen fast nichts mehr wert sind und somit die Bilanzen der Banken und Unternehmen schwer belasten, ist hinlänglich bekannt. Doch nun kommen Meldungen auf, nach denen der Internationale Währungsfonds seine bisherigen Berechnungen über die genaue Höhe der faulen Papiere vom Jahresanfang deutlich korrigieren muss. Möglicherweise liegt der Wert um fast die Hälfte unter den eigentlichen Zahlen.
Die toxischen Wertpapiere aus den USA wurden bisher mit einer Gesamtsumme von etwa 2,2 Billionen Dollar kalkuliert. Wahrscheinlicher ist jedoch inzwischen, dass die wertlosen Papiere ein weltweites Gesamtvolumen von mindestens vier Billionen US-Dollar ausmachen könnten. In rund zwei Wochen will der IWF sich zur Lage der globalen Wirtschaft eingehender äußern. Von den vier Billionen Dollar Belastungen für die Bilanzen der Konzerne kommt nur etwa ein Viertel aus Europa und Asien, mehr als drei Billionen Dollar gehen auf das Konto der USA.
Die betreffenden Wertpapiere sind nicht grundsätzlich wertlos. Vielmehr sind diese komplexen Papiere momentan schlicht nicht verkäuflich auf dem Markt. Hinzu kommen allmählich immer öfter auch „faule“ Kredite und Hypothekendarlehen sowie Kreditkarten-Ausfälle nach Privatinsolvenzen. Der Boden des Fasses namens Finanz- und Immobilienkrise ist also noch lange nicht erreicht.
Tags: Aktien, Europa, Hypothekendarlehen, Internationaler Währungsfonds, IWF, Kreditkarten, toxische Wertpapiere, USA


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