Ackermann warnt erneut vor Fehlverhalten nach Krise
Di, Apr 28, 2009
Der wohl nach wie vor umstrittenste Bankenchef Deutschlands, Josef Ackermann, hat eigentlich angesichts der Quartalszahlen der Deutschen Bank allen Grund zur Freude. Doch auch die rund 1,2 Milliarden Euro Verdienst aus den ersten drei Monaten des Jahres 2009 ändern nichts am Standpunkt des Schweizers. Zwar seien die Aussichten momentan durchaus gut. Doch unterm Strich bestimme derzeit die rezessive Stimmung den Finanzmarkt und somit auch die Bankenbranche.
Dass die Deutsche Bank überhaupt Gewinne erzielen konnte, liegt ausgerechnet am kritischen Geschäft mit dem Investmentbanking. Dieser Bereich konnte sich deutlich erholen, so dass die Nummer eins der deutschen Großbanken nach Verlusten im vergangenen Jahr wieder etwas optimistischer in die Zukunft blicken kann. Die Eigenkapitalrendite der Deutschen Bank liegt momentan bei rund 25 Prozent.
Die Erträge konnten sich im ersten Quartal 2009 verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 56 Prozent verbessern. Nach solchen Zahlen lecken sich die meisten anderen deutschen Unternehmen der Branche die Finger. Kritik muss sich der Spitzenmanager Ackermann dennoch gefallen lassen aus der Politik. So wirft ihm mancher vor, die Renditeziele trotz Krise deutlich zu hoch gesteckt und aus der Krise noch immer nichts gelernt zu haben.
Tags: Ackermann, Deutsche Bank, Eigenkapitalrendite, Erträge, Politik, Quartal, Rendite, Verluste


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