Alle Zeichen bei HRE auf Enteignung?
Mo, Mai 4, 2009
In der vergangenen Nacht ist nun also das Angebot der Aktienübernahme für die Aktionäre der Hypo Real Estate durch den staatlichen Rettungsfonds SoFFin abgelaufen. Die bisherige Ausbeute aus dem Angebot ist nicht gerade das, was man einen umfassenden Erfolg nennen würde. Nur rund 13,96 Prozent der Aktien der Münchener Hypothekenbank wurden den Fonds vonseiten der Anleger angedient, dies entspricht einer Menge von knapp 32,26 Millionen Aktien. Dies gab die Finanzmarktstabilisierungsanstalt aktuell zum Beginn der neuen Woche bekannt.
Zusammen mit den bisherigen 8,7 Prozent Anteilen an der Hypo Real Estate Holding AG – so der ausführliche Name der HRE -, die sich der SoFFin über eine so genannte Kapitalerhöhung vor wenigen Wochen erworben hatte, besitzt der Fonds nun als etwa 22,62% an der HRE. Im Zentrum der Übernahme durch den Staat steht nach wie vor der Widerstand des amerikanischen Großinvestors Christopher Flowers, der sich ausgesprochen resistent gegen Angebote des Staates zeigt.
Mit den offerierten 1,39 Euro vom Staat für eine HRE-Aktie will sich Flowers nicht zufrieden geben. Auch andere Anleger konnte der Amerikaner davon überzeugen, das Angebot nicht anzunehmen. Gemeinsam mit einem anderen Fonds hält Flowers 21,7% der HRE-Aktien. Auch wenn die außerordentliche Hauptversammlung die staatliche Übernahme der Hypo Real Estate Anfang Juni sicherstellen soll: Flowers kündigte bereits an, gegen eine Enteignung rechtlich vorgehen zu wollen.
Tags: Aktionäre, Enteignung, Flowers, Hypo Real Estate, SoFFIn


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