OECD-Studie: alleinstehende Geringverdiener steuerlich überlastet
Di, Mai 12, 2009
Die Ergebnisse der aktuellen OECD-Studie werden für viele kritische Verbraucher vermutlich gerade recht kommen als Beweise dafür, dass wie so oft „der kleine Mann“ nach der Krise den größten Anteil der Belastungen auf seinen Schultern zu tragen hat. Das nämlich bringt die OECD-Studie auf den Punkt. In Deutschland werden die so genannten Geringverdiener stärker als in den meisten anderen Industriestaaten zur Kasse gebeten mit Steuern und Sozialabgaben.
Härter als die Deutschen trifft das wirtschaftliche Schicksal nur die Arbeitnehmer im Nachbarland Belgien. In Deutschland waren etwa für alleinstehende Arbeitnehmer mehr als 47 % der Arbeitskosten als Leistungen in die Staatskasse fällig. Die Organisation für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit stellte am heutigen Morgen in Paris einen Vergleich der unterschiedlichen Länderergebnisse vor. Besser geht es im Vergleich in Deutschland hingegen den verheirateten Paaren, die nur in wenigen OECD-Nationen noch günstigere Bedingungen als hierzulande vorfinden.
Übrigens müssen die deutschen Topverdiener ihrerseits auch rund 50% ihres Einkommens für Abgaben aufbringen, der Studie zufolge sinken bei steigendem Einkommen ab einer bestimmten Grenze die Kosten jedoch wieder, und zwar trotz der progressiven Einkommensteuer in der BRD. Zur Gruppe der OECD gehören insgesamt 30 Nationen.
Tags: Alleinstehende, Belgien, Deutschland, Geringverdiener, OECD, Paare, Sozialabgaben, Steuern, Studie


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