Millionen-Abfindungen bei Bahn nach Vorstands-Entlassungen
Do, Mai 14, 2009
Wie hätte es auch anders sein können. Erst gestern kamen die Meldungen über die massiven Umbesetzungen im Bahn-Vorstand, die Bahnchef Grube als ersten Schritt zur Neuausrichtung beschlossen hatte. Und schon heute ist klar, dass wie so oft Abfindungen in Millionenhöhe die finanziell Folge der Entscheidung sind. Mögliche juristische Schritte gegen einige der entlassenen Verantwortungsträger der Bahn werden nun tiefer gehend geprüft. Doch zunächst müssen die Bezüge weiterbezahlt werden in den Fällen, in denen keine arbeitsrechtlichen Fehler oder mutwillige Verstöße nachgewiesen werden können.
So werden allein für den vorzeitigen Ausstieg von Vorstandsmitglied Weisheu etwa zwei Millionen Euro fällig, weil die Gehälter bis zum Ende des abgeschlossenen Vertrages Ende 2010 erstattet werden müssen. Wie so oft werden vor allem in den unteren Abteilungen wohl weitere Entlassungen folgen, sofern sich dort über das Arbeitsrecht Fehlverhalten nachweisen lässt. Die Kosten für den Konzern entstehen jedoch wie üblich gerade bei den Chefs, denen nur in seltenen Fällen etwaige Beteiligungen nachgewiesen werden können.
Die Nachfolger für die Abschied nehmenden Vorstände werden bereits Ende Mai von Aufsichtsrat benannt. Anders als erwartet wird Diethelm Sack, der bisherige Finanzvorstand, der Bahn auch weiterhin zur Verfügung stehen. Ebenso Entwicklungschef Hedderich, dessen mögliche Verwicklung in die Datenaffäre BAhn-Chef Grube als nachweislich falsch bezeichnete.
Tags: Abfindungen, Arbeitsrecht, Aufsichtsrat, Bahn, Datenaffäre, Grube, Hedderich, Vorstand


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