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Krise kostet mehr Jobs als vorhergesehen

Mi, Mai 20, 2009

Analysen

Ein weiterer herber Rückschlag für die deutsche Wirtschaft: Noch deutlicher als bisher befürchtet, erwischt die Wirtschaftskrise den Arbeitsmarkt der Bundesrepublik. Seit Mitte 2008 lag die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland über der wichtigen Marke von 40 Millionen. Doch zuletzt haben Entlassungen die Zahl wieder deutlich sinken lassen, wenn auch nur relativ knapp auf einen Wert von aktuell 39,9 Millionen Menschen ohne Arbeit.

Laut Statistischem Bundesamt in Wiesbaden gab die Zahl der Beschäftigten im ersten Quartal des Jahres um 2,2 Prozent nach. Diese Entwicklung ist aus Sicht der Experten nur deshalb nicht noch dramatischer ausgefallen, weil sich viele Unternehmen in Kurzarbeit gerettet haben. Zwar gehe die Zahl der Arbeitsverhältnisse in den Wintermonaten regelmäßig zurück. Verglichen mit den Jahren zuvor, liegt die momentane saisonbedingte Arbeitslosigkeit aber deutlich höher als üblich.

Hart trifft es etwa das produzierende Gewerbe, das seit rund drei Jahren erstmalig einen Rückgang der Arbeitsplätze hinnehmen muss. Die Zahl der Jobs sank seit dem vorangegangenen Quartal in diesem Bereich um etwa 119.000 Arbeitnehmer. Abgenommen hat auch die Gruppe der Selbständigen in Deutschland. Die Senkung der Förderungen ließ die Zahl auf 4,4 Millionen sinken. Am schlimmsten betroffen ist wie so oft das Baugewerbe: Etwa 23.000 Arbeitsplätze brachen weg seit dem letzten Quartal 2008.




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