Premiere-Chef kauft im großen Stil eigene Aktien an
Do, Jun 4, 2009
Positive Zeichen und Signale zu setzen – das gehört ebenfalls zu den Aufgaben einer guten und zeitgemäßen Unternehmensführung. Nachdem erst kürzlich wieder Stimmen über die schlechten Aussichten beim Bezahl-Fernsehsender Premiere aufgekommen waren, setzt nun der Vorstandsvorsitzende des Konzerns ein solches Zeichen. Mark Williams hat im Laufe der Woche nach derzeitigen Pressemeldungen rund 700 000 Aktien des eigenen Unternehmens erstanden.
Dass diese Nachricht bekannt wurde, liegt einerseits an der Meldepflicht solcher Vorgänge an der Börse. Doch vermutlich wäre das Vorgehen auch anderweitig öffentlich gemacht worden, um das Vertrauen des Premiere-Chefs in das eigene Unternehmen hervorzuheben. Allein am 28. des Vormonats Mai erstand Williams dem Bericht zufolge fast die Hälfte seiner neuen Aktien.
In drei Etappen fanden die Käufe der Premiere-Aktien statt. Dabei war der Kurs kontinuierlich gestiegen. Fand der erste Einkauf noch zu einem Kurs von 2,58 Euro je Aktie statt, kosteten die letzten 150 000 Aktien den Vorsitzenden des Vorstandes bereits 2,89 Euro pro Stück. Schon seit Anfang April stützt Williams immer wieder den Kurs der eigenen Aktie.
Tags: Aktien, Aktienkurs, Börse, Premiere, Vertrauen, Vorstandsvorsitzender, Williams


Juni 5th, 2009 um 2:15 pm
Was interessant ist – er hat jeweils über dem Handelspreis gekauft:
http://www.sharewise.com/director_dealings?director=4318
Aber das Signal scheint zu wirken, insgesamt hat er Gewinn gemacht, nur der letzte Handel zu €2,89 hat sich noch nicht ausgezahlt, das war aber auch die kleinste Tranche (150k).
Nicht zu vergessen – er hat schon im April um rund €750.000 Aktien gekauft – und die haben sich seither im Wert fast verdoppelt, womit er mehr oder minder seine größte Tranche bei der jetzigen Einkaufstour finanziert hat.