Massekredit für Arcandor wird geprüft
Mo, Jun 15, 2009
Was man mit dem Begriff „ein Auf und Ab“ bezeichnet, das wissen die Mitarbeiter des Handelsunternehmens Arcandor inzwischen aus leidvoller eigener Erfahrung ganz genau. Erst wurde in der vergangenen Woche von höchster Stelle im Karstadt-Mutterkonzern selbst der Antrag auf Insolvenz im Bundeskanzler bekannt gegeben, da liegt es plötzlich in der Luft: Eine staatliche Rettungsaktion für die Unternehmensgruppe könnte unter gewissen Umständen noch möglich werden.
Ein Notdarlehen – genauer ein so genannter Massekredit, der für die Weiterführung des Geschäftslebens in der Insolvenz sorgen könnte – soll es nach derzeitigen Meldungen möglicherweise vorübergehend richten, damit sich der Konzern doch noch aus der Schieflage befreien kann. In dieser Woche wird der besagte Antrag nun von der Bundesregierung geprüft. Eine der ersten, die sich einmal mehr für den Erhalt des Unternehmens in seiner jetzigen Form aussprach, ist die Arcandor-Großaktionärin Schickedanz, die sich ihrerseits weigerte erneut Kapital nachzuschießen und stattdessen auf Staatshilfen hofft.
Parallel zur Kredit-Prüfung werden in dieser Woche zeitgleich erste Insolvenz-Termine mit der Verwalter auf dem Plan stehen. Während dessen geht Bundeswirtschaftsminister zu Guttenberg davon aus, dass es nach Arcandor auch weitere Pleite bei großen deutschen Konzerne geben wird.
Tags: Arcandor, Bundesregierung, Großaktionärin, Karstadt, Massekredit, Schickedanz, zu Guttenberg


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