Sal Oppenheim vor Komplett-Ausstieg bei Arcandor?
Mi, Jun 17, 2009
Schon in den vergangenen Tagen seit dem Wochenende kamen zusehends Spekulationen darüber auf, wie sich ein unerwarteter Ausstieg eines der Aktionäre auf die missliche Lage beim Insolvenz-Konzern Arcandor auswirken würde. Welche Entwicklungen sich ergeben, kann man nun live miterleben. Denn das private Bankenhaus Sal. Oppenheim hat am heutigen Tage mitgeteilt, dass es Anteile am Konzern verkauft. Inwieweit die Bank weiterhin finanziell mit Arcandor kooperieren wird, ist unklar.
Rund 3,7 Prozent der Aktien werden nun als Paket veräußert durch Sal. Oppenheim, über den neuen Eigentümer schweigt man sich bei der Privatbank einstweilen aus. Eine grundsätzliche Abkehr von Arcandor ist der Verkauf nicht, denn die Bank ist über eine andere Holding weiterhin mit einem Viertel am Karstadt-Mutterunternehmen beteiligt.
Die Vermutungen liegen nahe, dass auch besagte Holding nun nachziehen und sich aus der Arcandor-Affäre ziehen könnte. Schon am Morgen gab es Presseberichte, die Bank wolle konsequent aus dem angeschlagenen Unternehmen aussteigen. Bis dahin will man aber angeblich abwarten, welche Sanierungskonzepte binnen Quartalsfrist geschaffen werden. Interessenten für die 25 Prozent Anteile der Holding soll es bereits geben.
Tags: Anteile, Arcandor, Holding, Insolvenz, Karstadt, Sal. Oppenheim, Sanierungskonzepte, Verkauf


Juni 17th, 2009 um 5:10 pm
Finde Norbert Lohrke’s Aussage zu Sal&Arcandor/Metro recht treffend:
http://tr.im/oND4
Metro wird (von SO, Anm.) als Rosinenpicker kritisiert, weil sie nur zwei Drittel der Karstadt Häuser übernehmen möchten. => Warum sich Sal. Oppenheim nun über Metro aufregt, verstehe wer will. Die sollen froh sein, dass sich überhaupt ein Käufer findet. Wer will schon schlecht gehende Warenhäuser, die überteuerte Mieten bezahlen?