Obama will Mitspracherecht für Aktionäre bei Manager Boni
Di, Jul 21, 2009
In Großbritannien hieße es vermutlich „the Queen is not amused“ – in den USA sieht die Lage derzeit beim US-Präsidenten Barack Obama ähnlich aus. Der erste Mann im Staate zeigt sich über die Entwicklungen an der Börse und vor allem bei den Banken ausgesprochen besorgt. Insbesondere das Thema der Bonuszahlungen liegt Obama auch weiterhin schwer im Magen.
Doch nachdem die Großbanken inzwischen vielfach die Mittel vom Staat zurückerstattet haben, fehlt es der Regierung Obama schlichtweg an der nötigen Handhabe, um einschreiten zu können, wenn die Manager nach Investitionen von staatlicher Seite ihre Aktien des eigenen Unternehmens an der Wall Street verkaufen oder Manager wieder wie in der Zeit vor der Krise Bonuszahlungen in Millionenhöhe erhalten. Deshalb möchte der Demokrat Obama nun am liebsten für die Aktionäre in den USA ein Mitspracherecht schaffen.
Dieses soll den Anlegern bei Unternehmen Mitbestimmung bei etwaigen Bonuszahlungen für die Manager verschaffen. Grundsätzlich vermisst der Präsident in erster eine gewisse Reue bei denjenigen, die mit für die gravierenden Einbrüche und Verluste in der Bankenbranche und anderen Wirtschaftszweigen Verantwortung tragen. Statt aus den Fehlern zu lernen, so Obama, herrsche an der Börse weiterhin die frühere Gier nach Profit vor, eine wirkliche Veränderung beim Risikoverhalten sei kaum erkennbar.
Tags: Aktionäre, Banken, Börse, Bonuszahlungen, Obama, Präsident, Wall Street, Wirtschaftskrise


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