Continental bittet Altkanzler Schröder um Hilfe
Fr, Jul 31, 2009
Ganz der ehemalige Bundeskanzler und niedersächsische Ministerpräsident mischt sich nun auch Gerhard Schröder als Vermittler in den Übernahme-Streit zwischen dem Autozulieferer Continental und den fränkischen Konzern Schaeffler ein. Viele Beobachter hatten schon früher auf eine Einmischung des ehemaligen SPD-Spitzenpolitikers gewartet. Schröder soll sich angeblich auf Wunsch des Continental Chefs Neumann zu Wort gemeldet haben.
Aufgerufen hat er das Schaeffler Management zur Einhalt von Investorenvereinbarungen, nach denen sich die Franken bei Conti nicht in das operative Geschäft in Hannover einmischen wollte. Der Conti-Aufsichtsrat bestätigte, dass die Vereinbarungen auch weiterhin auf jeden Fall Bestand hätten. So sollen inzwischen Gespräche zwischen dem Altkanzler und den Aufsichtsratsvorsitzenden Koerfer bei Conti sowie der Schaeffler-Hauptgesellschafterin Maria-Elisabeth Schaeffler via Telefon stattgefunden haben.
Auch grundsätzlich geht es bei Conti derzeit drunter und drüber. So sollen alle Kapitalvertreter dem Chef der Unternehmens Continental das Vertrauen entzogen haben, einhergehend mit einer Rücktritts-Forderung. Jedoch hat sich die Mitarbeiterschaft gegen die Freistellung eingesetzt. Auch weiterhin bleibt die Situation also mehr als undurchsichtig und kritisch im Übernahmepoker zwischen der Schaeffler Gruppe und Continental.
Tags: Altkanzler, Aufsichtsrat, Übernahme, Continental, Investitionsvereinbarungen, Kapitalvertreter, Schaeffler


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