Steigende Arbeitslosigkeit in der EU
Fr, Jul 31, 2009
Die neuen Zahlen zur Arbeitslosenstatistik innerhalb der so genannten EU-Zone lassen einmal mehr erkennen, dass die Wirtschaftskrise wohl noch lange nicht überstanden sein wird. Fast ein Zehntel der Einwohner der Zone ist momentan ohne Arbeit. Seit Ende der 1990er, also seit rund einem Jahrzehnt, lag die Arbeitslosenquote nicht mehr so hoch. Einzig erfreulich aus deutscher Sicht:
Anderen Ländern geht es deutlich schlechter, während die Bundesrepublik zumindest auf dem Papier dank Kurzarbeit und staatlicher Intervention halbwegs sicher aufgestellt ist. Momentan jedenfalls. Es lässt sich jedoch ohne Hilfe eines wirtschaftlichen Orakels erkennen, dass die Krise kein vorübergehendes Phänomen wie bei allem Optimismus gerne behauptet darstellt, sondern die europäische – und die weltweite Wirtschaft nicht minder – noch eine ganze Weile begleiten wird.
Nach der üblichen Saisonbereinigung liegt die Arbeitslosenquote im Monat Juni in der Eurozone bei 9,4 Prozent, so die heutigen Meldungen aus dem Brüsseler Europäischen Statistikamt Eurostat. Innerhalb eines Monats ist die Arbeitslosenzahl somit um etwa 158 000 gestiegen. Und mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich dieser negative Trend noch über Monate hinziehen. Deutschland liegt derzeit bei laut den europäischen Berechnungen bei einem Wert von 7,7 Prozent. Spanien trifft es mit mehr als 18 Prozent besonders schwer.
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