Bahnchef Grube sieht Börsengang frühestens 2013
Mo, Aug 10, 2009
Der ehemalige Bahn-Chef Hartmut Mehdorn wollte den Börsengang der Deutschen Bahn AG noch vor wenigen Monaten zu seinem großen Coup machen. Doch im Verlaufe der Wirtschaftskrise wurde schnell klar, dass der Start unter keinem guten Stern stehen würde, so dass der Chef den Gang aufs Parkett einstweilen auf Eis legte. Nun wurde bekannt, dass der neue Konzernchef den Börsengang sogar auf Jahre ausschließt.
Rüdiger Grube äußerte nun, dass er für den zweiten Teil der teilweisen Privatisierung der Bahn einen Termin vor dem Jahr 2013 für mehr als unwahrscheinlich hält. Zu kritisch seit die Situation der Bahn und der Börse allgemein derzeit einzustufen. Intern sorgt momentan vor allem das Chaos um die Berliner S-Bahn für großen Ärger. Möglich ist für den Börsengang sogar ein noch späterer Termin.
Doch die vier Jahre bis 2013 sieht man als Mindest-Vorbereitungszeit, bevor die Deutsche Bahn ausreichend gerüstet sein kann. Grube wies zudem darauf hin, dass der Bund – also der Eigentümer der Bahn – gut überlegen müsse, man der passende Augenblick für den Börsenstart sei. Kein Wunder, schließlich existiert nur diese eine Chance, um die Bahn bzw. die DB ML als Tochter der Bahn an die Börse zu bringen.
Tags: Börsengang, DB ML, Deutsche Bahn, Grube, Mehdorn, Privatisierung


Schreib was