Staatsanwaltschaft prüft wegen Untreueverdachts bei WestLB
Mo, Aug 10, 2009
Die Vorwürfe gegen Manager der nordrhein-westfälischen Landesbank WestLB wiegen schwer und konnten erhebliche Konsequenzen für die im Zentrum der Ermittlungen stehenden Mitarbeiter haben. Genauer gesagt, geht es um insgesamt 14 frühere und derzeitige Aktienhändler, die für die Landesbank tätig sind und im Zuge von Spekulationen mit der Volkswagen-Aktie im Jahr 2007 hohe Risiken eingegangen waren.
Wie riskant die Geschäfte waren, sollen vor allem zwei Mitarbeiter verschleiert haben, um so ihre Bonuszahlungen nicht sinken zu lassen. Dabei sollen die intern festgelegten Höchstsummen für Spekulationen mit VW-Aktien überschritten worden sein. Vor allem die mutmaßliche Verwicklung von ehemaligen WestLB-Vorständen verleiht den Ermittlungen und Befragungen durch die Staatsanwaltschaft soviel Brisanz. Unter anderem geht es nach bisherigen Meldungen der Ermittler und dem Verdacht der Untreue, der für die Bank hohe Verluste bedeutet haben soll.
Wie die Aussichten derzeit stehen, dass es tatsächlich zu einer Anklage kommen könnte, ist momentan unklar. Die WestLB Verluste durch die Fehlspekulationen kostete die Landesbank in NRW vor zwei Jahren knapp 600 Millionen Euro. Schon im April 2007 hatte die Bank den beiden Brokern unter dem Vorwurf von Insidergeschäfte und der Veruntreuung von Bankengeldern gekündigt. Die Aktienhändler weisen ihrerseits auf den extremen Profitanspruch im Management hin. Man sieht sich eher als eine Art Bauernopfer für Manager aus der Chefetage.
Tags: Aktienhändler, Broker, Fehlspekulationen, Landesbank, Manager, Staatswaltschaft, Untreue, WestLB


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