Steigende Bonuszahlungen für Banker stoßen auf heftige Kritik
Mo, Aug 10, 2009
Den Anfang machten die Banker in den USA und Großbritannien. Viele der Unternehmen, die nur durch die Hilfe aus den staatlichen Rettungsfonds die Krise überstehen konnten, vergeben wieder in steigendem Maße Boni an Manager als Gehaltszuschuss, obwohl die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise nur mit Mühe und Not abgewendet werden konnte. Durch die üppigen Mengen toxischer Wertpapiere in den Portfolios der Großbanken ist vielfach noch gar nicht absehbar, wie hoch der weitere Abschreibungsbedarf noch ausfallen könnte.
Die Argumentation für die Bonuszahlungen ist im Grunde immer die gleiche. So heißt es bei Banken wie der Bank of America, Barclays und Co, dass die zusätzlichen Leistungen für die Spitzenkräfte nötig seien, um diese überhaupt in den Unternehmen halten zu können. Nur die besten Vertreter der Branche könnten dafür sorgen, dass die Umsätze der Unternehmen in der notwendigen Höhe liegen. Das Stichwort ist wie so oft Wettbewerbsfähigkeit.
Bei Politikern und den Verbrauchern in aller Welt wächst die Unzufriedenheit darüber, dass sich die Banken direkt wieder in den alten Teufelskreis begeben. Besonders kritisch präsentiert sich die Situation um die Bonuszahlungen in den Fällen, in denen es sich um staatliche Banken handelt. Immerhin wird bei vielen Instituten der Bonus für die Manager nicht nur indirekt vom Steuerzahler finanziert, wenn die Banken staatliche Hilfen in Anspruch genommen haben.
Tags: Bank Of America, Banker, Barclays, Bonuszahlungen, Großbanken, Staatshilfen, Steuerzahler


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August 11th, 2009 um 12:18 am
[...] Quelle: Shares-online [...]
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